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Titel: In den Schuhen meiner Schwester
Regisseur: Hanson, Curtis
Datum: 2005
Darsteller: *
Cameron Diaz: Maggie Feller
Toni Collette: Rose Feller
Shirley MacLaine: Ella Hirsch
Mark Feuerstein: Simon Stein
Ken Howard: Michael Feller
Richard Burgi: Jim Danvers
Candice Azzara: Sydelle Feller
Norman Lloyd: Professor
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Story:
Rose arbeitet als Anwältin und trifft sich häufig privat mit ihrem Chef zu Techtelmechteln. Sie ist darüber nicht glücklich, wie es läuft, nimmt das Leben aber lieber so, als gar nicht. Für die Avancen ihres Kollegen Stein ist sie blind.
Eines Tages zieht Maggie bei ihr ein, ihre Schwester. Die Stiefmutter hat sie vor die Tür gesetzt, weil Maggie sehr gut darin ist, zu schmarotzen. Nun wird sie es bei Rose tun, Rose weiß es und versucht alles Maggie dazu zu bewegen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie soll lernen, was es bedeutet sich das, was man sich wünscht, zu erarbeiten. Und sie soll es wertschätzen, was die Leute für sie tun, wenn sie ihr helfen.
Die beiden sind sehr unterschiedlich, aber dennoch eng miteinander vertraut und verbunden. Das gemeinsame Schicksal hat eine enge Gemeinschaft aus den beiden gemacht. Die Mutter nahm sich das Leben, sie litt an schweren Depressionen. Seither gibt es auch kein Lebenszeichen mehr von der Großmutter mütterlicherseits. Hat sie die beiden denn nicht lieb gehabt?
Als Rose eines Tages Streit mit ihrem Chef/Liebhaber hat, steht er mit einem Blumenstrauß zur Entschuldigung vor ihrer Tür. Doch Rose ist nicht da, stattdessen öffnet Maggie die Tür, bekleidet in Unterwäsche und Stilettos aus der Sammlung der Schwester. Da kann auch ein Chef/Liebhaber nicht widerstehen und verschwindet mit ihr im Schlafzimmer. Natürlich erwischt Rose die beiden, schmeißt Maggie raus und kündigt ihren Job. Per Zufall kommt sie zu einem Job als Hundeausführerin und findet es super. Maggie hingegen sucht ihr nächstes Opfer, die verschollene Großmutter muss herhalten. Doch diese lässt sich nicht von Maggie beeindrucken und macht mit ihr einen Deal. Jeden Dollar, den Maggie selbst verdient, wird sie gern verdoppeln, bis sie die Summe, die sie haben will, zusammenbekommen hat. Maggie geht drauf ein und schafft fortan im Altersheim und bringt brav wöchentlich einen Scheck heim. Rose’ und Maggies Leben nehmen eine Wende und der Zuseher darf daran teilhaben.
Es vollzieht sich hier eine Wandlung der beiden Hauptcharaktere, bei der es Spaß bereitet zuzusehen. Während die verkniffene, korrekte Rose lockerer wird und alles nicht mehr so bierernst nimmt, wird aus Maggie eine ernstzunehmende und interessante Persönlichkeit. Das Kind wird endlich erwachsen und die Erwachsene entdeckt ein wenig ihr Kind in sich wieder.
Kritik:
Es sind Frauen in der Hauptrolle, Rose flippt aus, wenn jemand ihre Schuhe auch nur anfasst und es geht um Liebe. Maggie ist verzogen und zickig, schlägt sich durch mit Schmarotzen. Die Schwestern erzählen sich alles und streiten sich dennoch fast täglich. Ja – es ist wohl eher ein Frauenfilm. Ein wenig Kitsch hier und viel Gefühl da und es ist angerichtet. Garniert wird es hier mit einer interessanten Story und tollen Schauspielern und so wird es tatsächlich sehenswert.
Wissenswertes:
Die Autorin der Buchvorlage und deren Schwester und Großmutter haben je eine kleine Nebenrolle ergattert.
Die Darsteller der beiden Schwestern, Toni Collette und Cameron Diaz, und der Großmutter, Shirley MacLaine, erhielten alle eine Auszeichung. Verdientermaßen, wie ich finde.
Fazit:
Ich hatte Spaß beim Zusehen und konnte auch mal wieder Toni Collette bewundern, welche meines Erachtens noch immer zu wenig Aufmerksamkeit von der Filmindustrie bekommt. In den kleinen Produktionen, in denen Sie wirklich viel schafft, ist sie zwar ebenfalls prima, aber leider nur für weniger Leute.
Schauspielerisch ist es tatsächlich auch von allen anderen solide und gut gemacht worden. Cameron Diaz, welche als Sängerin Tina in „Die Maske“ den Vamp gab oder die Powerfrau in „3 Engel für Charlie“, macht hier ganz klasse einen auf verzogene Göre, die keiner lieb hat und sowieso immer nur Pech, weil sie nicht bekommt, was sie will, ohne was dafür zu tun. Und Mark Feuerstein als unverbrauchtes frisches Gesicht im Dschungel der Hollywood-Männer, die in den Filmen die Frauen vor den finsteren Schönlingen retten dürfen, hat hier wunderbar gepasst. Einfach Unterhaltsam!