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Autorbewertung: 10 von 10 möglichen Punkten
Userbewertung: 10 von 10 möglichen Punkten bei 6 gegebenen Stimmen.

Titel: Indiana Jones and the Fate of Atlantis
Hersteller: LucasArts Entertainment
Preis: ~ 10 € (siehe Amazon.de)
Anforderungen: ...
Minimal:
PC 286
4 MB RAM
256 VGA
Empfohlen:
PC 386
Um es auf 32-bit Systemen fehlerfrei zum Laufen zu bringen, ist "Scumm-Virtual Machine" zu empfehlen. - http://www.scummvm.org/
Genre: Point-and-Click-Adventure
USK: 12
Demo: http://www.dosgamesarchive.com/download/game/31

15.01.2009, 2:04 Uhr, von
Weißer Kater  Operator    
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 Der eines US-Bundesstaates vielleicht? Oder der des Haushundes? Beides! Und ebenso der Name des aus Filmen bekannten Abenteurers und Titelhelden dieses wunderbaren und sehr alten, mit Running Gags gefüllten Rätselspiels, welches heute in einer Reihe etwa mit Monkey Island und Sam und Max steht - alles übrigens Titel, die im Daily Dead noch vergebens gesucht werden. 
Und dabei haben sie das sicher nicht verdient, auch nicht Fate of Atlantis, das den Spieler mit auf die Reise zu dem real gewordenen Mythos Atlantis nimmt. Wir erleben, wie Indy und Sophia Hapgood - beide einst auf einer gemeinsamen Expedition vereint - nach langer Zeit wieder zusammentreffen, um den Weg zur versunkenen Stadt vor den bösen Deutschen... ähm Nazis zu finden. Dabei verschlägt es sie natürlich in allerlei kniffeligen Situationen an die verschiedensten Orte, etwa nach Monte Carlo, Tikal, New York, auf ein deutsches U-Boot und letztlich auch nach Atlantis selbst. Bleibt nur die Frage: Wer wird den Wettlauf gewinnen und was werden sie dort finden?...
Obwohl FoA wie auch die anderen oben genannten Titel schon fast stolze zwei Jahrzehnte alt ist, sollte das trotzdem kein Grund zur Abschreckung sein. Die Grafik ist zwar zeitentsprechend komplett zwei-dimensional, aber gerade spätere Versuche Indiana Jones in 3d-Welten zu setzen haben gezeigt, dass der Charme eines Tomb Raider einfach nicht zu Indy, Monkey und Co. passt. FoA glänzt dagegen mit schön anzuschauenden 2d-Schauplätzen und -Figuren, die auch bis ins kleinste Detail liebevoll gemacht wirken und viel Atmosphäre erzeugen können.
Dies trifft auch darüberhinaus auf die Rätsel, Dialoge und Handlungsverläufe zu. Ja, richtig gelesen, FoA bietet drei völlig unterschiedliche Lösungswege und damit auch Handlungsvariationen mit unterschiedlichem Story-Ende an, die mit "Action/Alleingang", "Team" und "Puzzle/Alleingang" betitelt werde könnten. Aber nicht nur in diesem großen Rahmen, sondern auch Rätsel-Details im Kleinen verändern sich per Zufall von Spiel zu Spiel, was FoA Langzeitmotivation provozierend sehr zu Gute kommt. Man spielt also letztlich auch bei identischer Lösungsweg-Wahl nicht das völlig gleiche Spiel, zumal zahlreiche Rätsel so oder so mehrere Lösungsvarianten bereit halten.
Insgesamt gesehen glänzt das Spielkonzept also durch Langzeitmotivation; etwas, das auch durch Ausgewogenheit zwischen Schwierigkeitsgrad und Spielgenuß erreicht wird. Während im Vorgänger The Last Crusade noch gekämpft werden musste, kann sich der Spieler hier nun ganz und gar durchrätseln - keine schlechte Laune mehr, nur weil man den x-ten Boxkampf gegen einen deutschen Soldaten (Nazi...) verloren hat.
Was Witz und Gimmicks angeht, wurde die in dieser Hinsicht positive Traditionslinie von The Last Crusade glücklicherweise weiter geführt. Darunter fallen die inzwischen kultigen Dialoge wie auch viele Rätsel und Lösungswege der etwas anderen Art, Tierschützer sollten einiges nicht zu ernst nehmen. 
Aber auch Effekte wie das langsame Heller-werden der Umgebung, je länger Indy in der Dunkelheit steht oder die mit Video-Technik animierten Bewegungen (ein Vorläufer vom heutigen Motion Capturing), die den Figuren realistischere Bewegungen verpassten, sind für mich Besonderheiten, die Fate of Atlantis aus seiner Zeit bis in unsere herausragen lassen.
Darum empfehle ich so gut wie Jedermann und Jederfrau sich auf diesen Point-and-Click-Klassiker einzulassen. Einzige Vorraussetzung: Rätselspiele dürfen nicht auf der jeweiligen Liste der Abneigungen stehen, denn eine Genre-Sprengung hat FoA andererseits weder angestrebt noch geleistet.
Ich gebe diesem "zeitlosen Werk" somit trotzdem die volle Punktzahl, zugegebenermaßen nicht ganz frei von der nostalgischen Brille.
*peitsch*
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- Screenshots: http://www.tentakelvilla.de/indy4/indy4.html#Screenshots -
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