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Autorbewertung: 9 von 10 möglichen Punkten
Userbewertung: 8 von 10 möglichen Punkten bei 16 gegebenen Stimmen.

Titel: Sin City
Regisseur: Rodriguez, Robert; Miller, Frank
Datum: 2005
Darsteller: Josh Hartnett, Jessica Alba, Benicio del Toro, Rutger Hauer, Brittany Murphy, Mickey Rourke, Michael Madsen, Bruce Willis, Eliah Wood, Clive Owen, Alexis Bledl, u.a.
FSK: 18
Genre: Comicverfilmung

13.07.2008, 19:41 Uhr, von
BlackLily      
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 Frank Millers Comics dürften echten Liebhabern bekannt sein. Hollywood sah großes Potenzial darin und verfilmte das Material – mit großem Erfolg.
Sin City ist ein Augenschmaus, nicht nur wegen der Starbesetzung. Die Umsetzung der Comicvorlage ist sehr gut gelungen. Tricktechniken, die trotz realer Schauspieler gezeichnet wirken, wurden großartig eingesetzt. Eine beklemmende Atmosphäre entsteht vor allem durch die vornehmlich abends und nachts statt findende Handlung, aber auch das Schwarz/Weiß-Bild weiß mit seinen Farbtüpfelchen zu überzeugen. So sieht man z.B. in der ersten Szene eine Frau mit einem atemberaubenden roten Kleid und roten Lippen, während der Rest in Schwarz/Weiß gehalten ist. Auch sonst wird die Farbe eher spärlich eingesetzt, hier mal bei blitzblauen Augen und dort mal bei einer Blutlache. Es wird auch mit fluoreszierenden Effekten gearbeitet, was den Comicstil unglaublich gut unterstreicht.
Doch es wirkten auch die Personen hinter den Kameras wieder entscheidend mit, wenn man den Film gesehen und gehört hat, mag der Zuschauer ahnen, wer sich hinter den Bildern tummelte. So hat Robert Rodriguez nicht nur bei der Musik mitgemischt. Auch Quentin Tarantino durfte es sich nicht nehmen mitzumachen und wird als Guest Director sogar im Vorspann erwähnt, damit die Großen eben zusammen bleiben.
Die Story ist etwas wirr, was dem Zuschauer sehr viel Konzentration abverlangt. So existiert z.B. eine Figur dort, die immer wieder auftaucht und dabei ihr Gesicht ändert, sein Name: Dwight (u.a. gespielt von Josh Hartnett). Er, der „Beschützer“ der Huren der Stadt (sofern sie einen solchen überhaupt nötig haben), welche in ihrem Viertel ihre eigenen Gesetze machen, ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Ein weiterer Protagonist ist eine Gestalt, die unsterblich scheint. Er ist ein Mann, der scheinbar schwere Probleme hat, ein Ganove mit einem durch Narben entstelltes Gesicht. Ihm wird eines Tages eine Falle gestellt, mit Hilfe einer Frau, die endlich mal gut zu ihm ist, er verliebt sich, doch sie muss sterben, damit die Falle zuschnappen kann. Er sinnt auf Rache und eine brutale und blutrünstige Jagd beginnt.
Als Held Nummer drei wird uns hier der Polizist, der eigentlich in den Ruhestand eintreten soll, präsentiert (gespielt von Bruce Willis). Wie so oft muss der letzte Fall einfach noch abgeschlossen werden. Der Sohn des Senators ist ein perverser Kinderficker und hat gerade die kleine elfjährige Nancy in seiner Gewalt. Der Cop kann sie zwar retten, doch alles kommt anders und er muss ins Gefängnis für die perversen Gräueltaten an den anderen drei Mädchen, die vor Nancy entführt wurden. Er bekommt von der kleinen Nancy fast acht Jahre lang Briefe in den Knast, sie nennt sich Cordelia und verrät niemals in den Briefen etwas über sich oder ihr Verhältnis zu dem Ex-Cop. Doch eines Tages bleiben die Briefe einfach aus. Er muss handeln.
Es ist immer wieder erstaunlich wie gut Comicverfilmungen sein können, mal von ein paar Batman-Filmen abgesehen, doch Sin City ist die Krönung. Sin City ist dreckig und falsch, nur ein paar einsame Helden streifen noch durch die Gassen von Korruption und Prostitution. Und diese sind es, die der tristen Stimmung durch ihr Spiel den letzten Schliff geben. Aber auch die Bösewichte machen in diesem Filmhighlight eine gute Figur. Eliah Wood ist toll als ewig grinsender, Menschen fressender und lautlos tötender Stumme. Benicio del Toro gibt sich die Ehre als Frauen prügelnder Cop und viele mehr.
Das Gesamtkunstwerk Sin City ist für mich die bisher beste Comicverfilmung, die ich bisher sehen durfte. Natürlich haben X-Men, Spiderman und Co. ihre Reize, jedoch sind mir diese kein Vergleich zu Sin City. Dieser Film ist ein Muss für alle Fans von Comics und Comicverfilmungen, da die Umsetzung unglaublich richtig erscheint. Die Starbesetzung, die Kameraführung, die Tricktechniken und das Schauspiel geben einfach eine runde Sache. Prädikat: hervorragend
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