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Titel: Stein und Flöte (und das ist noch nicht alles)
Verfasser: Bemmann, Hans
Datum: 1983ff
Genre: Entwicklungsroman
Preis: 10 € - 20 € (je nach Ausgabe)
ISBN: u.a. 3522721152

03.10.2010, 21:09 Uhr, von
Winterkind, KSC      
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 ...und das ist noch nicht alles.
Vor langer Zeit in einer anderen Welt (wo Osten und Westen manchmal die Plätze tauschen), hat ein junger unerfahrener Springinsfeld reichlich Ärger und Chaos verursacht. Natürlich passiert sowas nicht von Ohngefähr. Reich beschenkt ist er worden und große Geheimnisse waren ihm versprochen. Dazu die Macht einer zauberhaften Flöte, wer wollte da nicht in Grandiositäts-Vorstellungen verfallen? Und so nahm er, beflügelt von seinem Ansehen, seine Macht und sagte sich "Hey, warum nicht die Welt auf einfache Weise verbessern?". Bloß blöd, daß der einfache Weg oft genug der schwierigere ist. Weil Macht korrumpiert, weil Leute nunmal Leute sind und weil es immer Graue Herren gibt, die uns in der Grandiosität bestätigen wollen und damit an den Rand des Abgrundes drängen. Wie er aber von da wieder zurückkam in die Welt und zu den Menschen, daß lohnt es sich eigentlich, jedes Jahr wieder zu lesen. Schon, weil es einiges an Querverweisen und Anspielungen gibt, die man eigentlich erst dann versteht, wenn man den Rest der Geschichte schon kennt.
Vom Umfang her umfaßt der Entwicklungsroman hauptsächlich die späten Teenagerjahre bis frühen Dreißiger des Protagonisten Lauscher, zeigt der studierte Musikwissenschaftler und Germanist Hans Bemmann (gest. 2003) einfühlsam und mit atmosphärischen Schilderungen der Umwelt aufgelockert Lauschers sich wandelndes Verhältnis zu den Menschen, zu sich selbst und zum Leben überhaupt. Das erste Buch (dreieinhalb Jahre) ist durch Geschichten untergliedert, die ihm auf Reisen erzählt werden, das zweite (1 Jahr) durch Träume, die ihn teils leiten, teils verwirren und im letzten Buch finden sich so etwas wie Kapitel vor, die mehr oder weniger episodisch und zugleich relativ ausführlich von seinem Erwachen aus dem Stein bis an sein Lebensende fliegen. -- Lebens-Ende? Nicht wirklich, denn das, was man sieht, ist bei weitem nicht alles. Diese Aussage kehrt immer wieder und vermittelt durch die 800 eng und klein bedruckten Seiten hinweg sowohl Hoffnung für Lauscher als auch einen Ansporn, weiter und weiter, wieder und wieder zu lesen...
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