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Band: Empty
Bandlink: http://emptyband.com
Titel: Surfacing
Datum: März 2010
Label: Aphotic Audio
Labellink: http://aphoticaudio.com
Tracklist: 01. Deprivation
02. Never Get To You
03. The Centre
04. Drift
05. Inside
06. Ignite
07. Underground
08. Locked
09. Forgotten Dreams
10. This Regret
11. Recognition
12. Breathless
13. Frames
14. Internal Silence
Genre: Dark Electro, EBM, Drum n Bass, Industrial

11.02.2012, 17:07 Uhr, von
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 Empty haben bereits vor einigen Jahren mit ersten Sampler-Beiträgen (z.B. „Ghost Beside You“ oder „Blue“) und ersten EPs für Aufsehen gesorgt und liefern nun 2010 endlich ihr erstes komplettes Album ab. Erinnerten sie bisher doch allzu oft an ältere Dismantled-Stücke, bleibt abzuwarten, ob sie mit diesem Album nun darüber hinausgehen können oder ob sie ewig als Klon verschrien bleiben werden.
„Deprivation“ ist ein instrumentales Intro, das schwer in Richtung Drum’n’Bass geht. Track 2 beginnt mit „Never Get To You“ sehr viel ruhiger und melancholischer. Neben der weitestgehend unbearbeiteten Stimme kommt, wie des Öfteren auf dem gesamten Album, auch der Vocoder zum Einsatz. Ein schönes, ruhiges, aber weitgehend auch unspektakuläres Stück. Dies soll sich mit „The Centre“ ändern. Hier treffen DnB-Anleihen auf eine Vocoder-Stimme, die von Flächen begleitet wird. Mit fast 6 ½ Minuten ein sehr langer Song, der dank geschicktem Songwriting jedoch nicht langweilig wird. „Drift“ drosselt anschließend die Geschwindigkeit und kommt sehr melancholisch, fast schon wehleidig daher. Diese Stimmung wird auch bei „Inside“ weitgehend beibehalten, erst „Ignite“ geht dann wieder einen Schritt in die Offensive, ohne jedoch zu weit von der bisher aufgebauten Atmosphäre abzuweichen. Angenehm, aber nicht weiter auffällig, fügen sich „Underground“ und „Locked“ in dieses Schema ein. „Forgotten Dreams“ bietet dann wieder einige Drum-n-Bass-Elemente und sorgt damit erneut für etwas Abwechslung. „This Regret“ könnte man schon beinahe als Nummer für die Tanzfläche bezeichnen, hier ist die Atmosphäre allgemein etwas weniger bedrückend. Dass sich dies nachhaltig auf die Gesamtstimmung auswirkt, verhindert das folgende „Recognition“ mit sehr dunkel gehaltenen Sounds. „Breathless“ verzichtet im Gegensatz dazu auf allzu starken Vocoder-Einsatz, stattdessen hört man dezent eine Gitarre erklingen. Für „Frames“ wurde dann eine Dame mit sehr schöner Stimme vor das Mikrofon geholt. Sehr gefühlvoll gesungen, toller Song. „Internal“ bildet letztendlich ein wenig spektakuläres Outro.
Es mag der Eindruck entstehen, dass die einzelnen Songs wenig spektakulär sind und sich auch nicht grundlegend voneinander unterscheiden. Die Stimmung ist meist sehr melancholisch gehalten, das drückt sich auch vor allem in den Texten aus. Wer sich dieser Stimmung gerne hingeben möchte, kann das Album wunderbar durchhören. Kein einziger Song fällt negativ auf. Jedes Stück weiß für sich zu überzeugen, ohne dabei mit flachen Parolen oder Koprolalie um Aufmerksamkeit zu buhlen. Die Songs sind großteils im Midtempo-Bereich angesiedelt, für das Tanzbein dürfte das Album also insgesamt nichts sein – eher für das entspannte Hören zuhause. Genau dafür ist es dann aber perfekt!
Favoriten: The Centre, Drift, Forgotten Dreams, Frames
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