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Autorbewertung: 8 von 10 möglichen Punkten
Userbewertung: 8 von 10 möglichen Punkten bei 4 gegebenen Stimmen.

Band: Großstadtgeflüster
Bandlink: gsgf.de
Titel: muss laut sein
Datum: Mai 2006
Label: Smd Xcl (Sony BMG)
Tracklist: 1. Grossstadtgeflüster
2. Liebe schmeckt gut - Album Version
3. Ich muss gar nix
4. Für dich
5. Basssbox
6. Dein Flow
7. Fehler
8. Seelensupergau
9. Melancholie
10. Luft & Liebe
11. Spass
12. Wann dann
13. Die Strassen
14. Meine Freundin die Maschine
Genre: Elektro-Pop

22.04.2007, 23:45 Uhr, von
noli_me_tangere  Administrator     
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 Manchmal ist es schon sonderbar, wie man auf neue Bands aufmerksam wird. In diesem Fall ausgerechnet durch die ansonsten eher bescheidene Zillo-Party im Heidelberger Schwimmbad-Club: Insgesamt drei Floors, aber auf zwei Floors lief fast die gleiche Musik. Unter anderem eben Großstadtgeflüster… Tja, und als nächstes fand ich einen Refrain in einem Userprofil der einzig wahren Community und auf Nachfrage teilte man mir den Bandnamen mit.
„Ich muss gar nix außer
schlafen, trinken, atmen und ficken
und nach meinen selbstgeschriebenen Regeln ticken“
So fand also auch die CD von Großstadtgeflüster ihren Weg in meinen Player und der hat es nicht bereut. Die insgesamt 14 deutschsprachigen Tracks sind wunderbar abwechslungsreich und belebend. Da gibt es Songs, die mit ihrem Akkordeon-Einsatz einen Hauch von Paris und Champs-Elysee vermitteln („Liebe schmeckt gut“ ), direkt gefolgt von meinem Favoriten „Ich muss gar nix“, der eher tanzbar-elektrisch mit einer Verbeugung vor Welle Erdball oder vielleicht auch ASCII-Disco daher kommt.
„Ich setz mich auf die Bassbox drauf,
Bitte dreh für mich den Bass voll auf!“
Überhaupt spielt die elektrische Klangerzeugung eine wichtige Rolle bei Großstadtgeflüster, melodiöse Synthiesounds ergänzen dicke Beats und machen den Genuss über Kopfhörer oder im Auto erst so richtig komplett. Teilweise erinnerte mich der Sound natürlich an die Neue Deutsche Welle, aber das greift doch zu kurz: Der Klang ist breiter, das Tempo flotter, die Melodien und Beats erheblich abwechslungsreicher – und vor allem die Stimme ist erheblich entspannter und selbstbewusster.
„Gib mir Luft und Liebe,
damit ich weiter leben kann,
brauche ich Luft und Liebe von Dir.“
Ist die Musik eher elektronisch orientiert, so sind das die durchweg sauber getexteten Lyrics ganz und gar nicht. Das zentrale Thema ist die Liebe in all ihren teils ungewohnten Facetten und das Wort „Liebe“ ist sicher das meistgesungene auf dieser Scheibe. Doch kommt das so gänzlich unsentimental und humorvoll daher, so ganz ohne Schmalz und Kitsch, dass es einfach zum Frühling passt. Zusätzlich finden sich auch andere Inhalte, so zum Beispiel in dem textlich wirklich eindringlichen Song „Fehler“, der so Manchem hier verdammt gut täte.
„Wenn nicht jetzt, wann dann?
Irgendwann ist mir zu spät,
wenn nicht jetzt, wann dann?
Du weißt nicht, was Dir entgeht,
wenn nicht jetzt, wann dann?“
Großstadtgeflüster vertreiben Ihre CD unter anderem selbst über die Website gsgf.de , hier stellen sich die beiden Berliner auch selbst vor. Auf MySpace unter www.myspace.com/grossstadtgefluester gibt es immerhin drei Songs zum Testhören – falls das noch nötig ist 
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