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Autorbewertung: 8 von 10 möglichen Punkten
Userbewertung: 9 von 10 möglichen Punkten bei 27 gegebenen Stimmen.

Titel: The Dark Knight
Regisseur: Nolan, Christopher
Datum: August 2008
Darsteller: Christian Bale - Bruce Wayne / Batman
Heath Ledger - The Joker
Aaron Eckhart - Harvey Dent / Two-Face
Michael Caine - Alfred
Maggie Gyllenhaal - Rachel Dawes
Gary Oldman - Gordon
Morgan Freeman - Lucius Fox
FSK: 16
Trailer: wwws.warnerbros.de/thedarkknight/
Genre: Action Thriller/ Comicverfilmung

23.08.2008, 0:32 Uhr, von
-=KOMAKINO=-     
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 The Dark Knight macht endgültig Schluss mit Lustig. Nie wieder Neonfarben. Nie wieder Bat-Anzüge mit Nippeln. Nie wieder kindgerechte Schurken.
Worum es geht dürfte so ziemlich jedem klar sein, deshalb sei es mir verziehen, dass ich mich relativ kurz fasse.
Gotham City ist ein Sündenpfuhl sondergleichen. Neben Batman versuchen Polizist Gordon und Oberstaatsanwalt Harvey Dent der Mafia das Handwerk zu legen, als der durchgeknallte Psychopath Joker auftaucht und mächtig auf den Putz haut.
Natürlich ist das eine extrem gestraffte Zusammenfassung und ich muss wohl dazusagen, dass Christopher Nolan unzählige Insider aus den Comics eingebaut hat und besonders die Beziehung zwischen Batman und dem Joker wunderbar und der Vorlage absolut gerecht werdend umsetzte und so das Batman-Fan Herz höher schlagen lässt.
Was hab´ ich mich auf den Film gefreut, durfte ich ihn mir ja nicht schon vorab im Internet anschauen ...
Und ich muss sagen, das Warten hat sich absolut gelohnt.
The Dark Knight ist die mit Abstand beste Comic/Superheldenverfilmung seit ... hm ... ja eigentlich fällt mir gerade keine bessere ein.
Hulk, die X-Men, die ultralahmen Fantastic 4 und sogar Spidey kommen einem ebenso blass und kraftlos vor wie die unsäglichen Val Kilmer und George Clooney Batmans.
The Dark Knight macht kompromisslos da weiter, wo Batman Begins aufgehört hat und schickt den Zuschauer in eine trostlose, düstere und zugleich realistisch menschliche Comic Welt, die viel mehr an Gangsterfilme als an Knallbonbon Kracher erinnert.
Die Kombination aus beinharter Action und seelischer Abgründigkeit funktioniert einfach perfekt und Regisseur Nolan schafft es den immerhin stolze zweieinhalb Stunden Streifen durch geschicktes Einstreuen neuer Ideen vor dem Abrutschen in die Langatmigkeit zu bewahren.
Treibende Kraft ist ... wie könnte es anders sein ... der Joker!
Wann gab es zuletzt bitte einen derart geilen Bösewicht?!?!
Ich hatte ja ehrlich gesagt große Bedenken, ob Heath Ledger mit dem zugegebenermaßen schwer zu toppenden Jack Nickolson Joker mithalten könne.
Aber das kann er. Das kann er aber vor allem deshalb, weil der neue Joker ganz anders angelegt ist, als der schrullige, sprücheklopfende Joker aus Batman 1.
Der neue Joker ist ein kaltblütiger, unberechenbarer Psychopath, ohne Grenzen. Die ultimative Verbindung aus Grausamkeit, Chaos, Verschlagenheit und Wahnsinn. Und dazu noch grandios gespielt. Man möchte einfach immer weiter zusehen, wie er seine Spielchen treibt.
Neben dem Joker gibt es mit Harvey "Two-Face" Dent einen weiteren starken Charakter, der ähnlich gestrickt ist, wie Bruce Wayne, und teilweise sogar vielschichtiger daher kommt.
Wo wir auch schon bei meinem Hauptkritikpunkt wären, nämlich dass Batman doch ziemlich in den Hintergrund tritt und durch den schillernden Wirbelwind von Joker und den strahlenden heldenhaften Dent oft zum Schatten verkommt.
Das ist dann in Ordnung, wenn man sich vorher Batman Begins angeschaut hat, in dem sich Nolan ausführlich mit der Psyche und der Person Bruce Waynes auseinandergestzt hat. Und es ist eine Art ungeschriebenes Hollywoodgesetz, dass im ersten Teil die Charaktere aufgebaut werden und sich in Fortsetzungen nicht mehr darum gesorgt werden muss. Halte ich auch für absolut legitim, allerdings hätte Batman unter den drei Haupt-Akteuren ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit erhalten können.
Filmisch macht sich die erzählerische Handschrift Christopher Nolans absolut bemerkbar und sorgt für kleine aber feine Details, die die Spannung aufrecht halten und bis zum Ende kontinuierlich unterhalten.
Die Kameraarbeit und Bildsprache ist solide, hätte meiner Meinung nach bei der bedrückenden Atmosphäre und der düsteren, hoffnungslosen Stimmung (die dem Film absolut gut steht) etwas mutiger und eigensinniger daherkommen können.
Oft gibt es Nahaufnahmen, wo Totale viel eindrucksvoller gewesen wären, oft altdahergebrachte Einstellungen, wo sich spannendere Blickwinkel angeboten hätten. Ein Hauch von Collateral hätte sich sicher gut gemacht.
Nichts desto trotz ist die Qualität der Bilder, die Farbgebung und das Produktions- und Set-Design überaus gelungen und ich bin sicher, dass der teilweise mit Imax Kameras gedrehte Film auf DVD ein noch größerer Augenschmaus als sein in der Hinsicht viel gelobter Vorgänger wird.
Hoffentlich wird´s dann auch ein alternatives Ende geben, weil das nicht ganz dem Rest des Films gerecht wird. Zwar werden keine allzu nahe liegenden Erwartungen erfüllt, aber es hätte doch etwas ... radikaler und auch einen Tick verständlicher ausfallen können. Wer den Film gesehen hat, wird wissen, was ich meine.
Alles in Allem muss man jedoch sagen, dass Christopher Nolan das Beste ist, das Batman je hätte passieren können.
The Dark Knight ist: Die Erfüllung für Batman und Comic Fans, der meiner Meinung nach bis Dato beste Superhelden-Film, ein absolut packender Action Thriller, ja sogar ein kleines Meisterwerk, hat aber trotzdem hier und da ein paar Ecken und Kanten.
Auf jeden Fall hat er sich seinen Platz neben Batman 1 und 2 und Batman begins mehr als verdient und hilft hoffentlich die schrecklichen Ausrutscher Batman und Robin und Batman Forever für immer in Vergessenheit geraten zu lassen.
Von mir gibt´s 8 Punkte, weil ich fair bleiben will, obwohl's für mich persönlich schon jetzt einer meiner Lieblingsfilme ist.
Anmerkung der Redaktion:
- bei Amazon bisher als UK-Import vorzubestellen
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